Montag, 20. Juli 2009

es wird ernst

Projekt Buch | ein Update

Lese zur Zeit u.a. das Buch "Von der Kunst des Schreibens: Und der spielerischen Freude, die Worte fließen zu lassen" von Julia Cameron.

Julia-Cameron-Von-der-Kunst-des-Schreibens

Wirklich erstaunlich wie die Autorin die Argumente entkräftigt die dagegen sprechen ein Buch zu schreiben. Argumente wie:
  • wenn ich mal Zeit habe fange ich an
  • ich bin so gänzlich nicht in Stimmung zum Schreiben
  • ich bin ja nicht wirklich ein Schriftsteller
Das Buch vermittelt in sehr eingängiger Sprache, dass jeder schreiben kann. Egal wie viel Zeit jemand hat oder ob er nur über ein begrenztes Kontingent an schriftstellerischen Ideen verfügt.

Bei Amazon wird das Buch wie folgt rezensiert:

Hier ein Buchtipp für alle Schriftsteller und alle, die es schon sind, aber es noch nicht wissen!
Für alle, die Inspiration zum Schreiben suchen; die Schreibblockaden lösen und durch das Schreiben etwas erreichen wollen. Und für alle, die Angst haben, dass ihr Geschriebenes nicht gut genug ist.

Das Buch ist eine einzige Ode an das Schreiben, an das Ausleben von Kreativität und Ausdrücken von Bildern und Gedanken, die in uns sind.

Hier wird die These aufgestellt, dass jeder Mensch schreiben kann und schreiben sollte, um dem Innern Ausdruck zu verleihen. Jeder Mensch hat Gedanken in sich, die einfach nur aufs Papier gebracht werden müssen, um sie festzuhalten und näher betrachten zu können, ohne den Anspruch zu haben, für andere Augen gedacht zu sein.

Ich möchte das Buch nicht missen und es jedem empfehlen, der sich mit dem Schreiben beschäftigt und seinen Stil verbessern, zum Spaß am Schreiben zurückfinden oder einfach Hemmungen oder Blockaden abbauen möchte. (von Endlich... veröffentlich bei Amazon.de)


Auf dass das Buch mir den nötigen Motiviationsschub gibt und ich endlich mit meinem Projekt starten kann.

Aber erstmal schau ich mir an was andere Menschen so für Bücher schreiben. Lese noch bisschen in "Der Balsamträger" von Wolf Serno.

Gute Nacht...

Schulbücher können auch spannend sein

Hallo zusammen,

nach einer kurzen Auszeit melde ich mich mal wieder mit einem Aufruf an alle Deutschlehrerinnen und -lehrer. Ich glaube gerade in der Schulzeit wird den meisten Schülerinnen und Schüler die Lust am Lesen - die Begeisterung am Buch genommen. Der die Dieb dieser Leselust ist schnell gefunden, es sind die langweiligen und teilweise antiquierten Schulpflichtlektüren.

Doch es geht auch anderst. In der 10. Klasse konfrontierte mich mein damaliger Deutschlehrer mit einem Buch namens Version 5 Punkt 12. Reinhold Ziegler zeichnet sich für diesen Roman, manche bezeichnen es auch als Thriller, verantwortlich.

Reinhold-Ziegler-Version-5-Punkt-12

Dass Reinhold Ziegler, der studierte Maschinenbau-Ingenieur, ein recht guter Schriftsteller sein muss, zeigen seine zahlreichen Auszeichnungen. Seine Bücher erhielten u.a. den Preis der Leseratten, Hans-im-Glück-Preis, Peter-Härtling-Preis u.v.m.). Für sein Gesamtwerk wurde er außerdem mit dem Förderpreis für junge Schriftsteller des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultur ausgezeichnet.Reinhold-Ziegler-Portrait

Vom Autor zum eigentlichen Kernstück des Blogeintrages: Dem Buch Version 5 Punkt 12. Dieser Roman handelt von einer düsteren Zukunftsvision, in der der Computer alle Macht über die Menschen hat. Die Geschichte spielt in der Nähe von Berlin im Jahr 2000.

Der junge Tubor Both zieht im Alter von 15 Jahren bei seiner Mutter aus und geht zu seinem Onkel nach München. Dort studiert er Architektur und lernt die Irin Nuala kennen, mit der er sieben Jahre zusammen ist. Als er aber aufgrund einer Wirtschaftskrise zunehmend Probleme mit seinem Beruf bekommt, zieht er in eine neue Wohngegend in der Nähe von Berlin, Wohnwiesen. Nuala will ihn aber dorthin nicht begleiten, sie trennen sich. Tubor lebt nun in Wohnwiesen und arbeitet im DaZe, dem Datenzentrum. In Wohnwiesen lebt auch Sara, eine alte Bekannte, mit der er ab und zu in Kontakt tritt und sie auch Zuhause besucht. Sein Leben in Wohnwiesen ist eigentlich ziemlich eintönig. Tubor trifft sich ab und zu mit Sara und ihrem Ehemann, arbeitet im DaZe und trinkt Portwein. Deshalb macht er auch bei einem Partnersuchprogramm mit, um eine neue Partnerin zu finden. Der Computer spuckt eine alte Frau namens Chris mit 68 Jahren aus, die er dann auch besucht. In Chris findet Tubor eine bekannte und Freundin, die ihn über die Situation in Wohnwiesen aufklärt, dass der Computer die Macht über alles besitzt und alles kontrolliert. Gemeinsam beschließen sie, diesen Computer zu zerstören und dem Terror ein Ende zu setzen, was dann auch gelingt.

Nach der Zerstörung fliehen Tubor und Chris, getarnt als Mutter und Sohn, nach Irland zu Nuala, die in der Zwischenzeit dorthin zurückgekehrt ist. Nach ein paar Jahren wird Tubor aber trotzdem geschnappt und für seine damalige Straftat zur Verantwortung gezogen.

Die abschließende Beurteilung des Buches überlasse ich gerne dem User GeKue von lovelybooks.de. Nicht etwa weil ich zu faul bin selbst dieses Buch zusammenzufassen, sondern weil es schwer ist diese Zusammenfassung zu toppen. Kurz, prägnant und absolut meiner Meinung entsprechend.

Ein geniales Buch, das ich in einer Reihe mit Aldous Houxleys "Brave New World" nennen möchte. Es zeigt beeindruckend die Möglichkeiten, die sich uns heute schon bieten, einen Überwachungsstaat und gläsernen Menschen herzustellen...alles in eine leicht gängige Geschichte verpackt. Kein "harter Tobak" oder schwere Kost - schlicht und ergreifend. Genial. (von GeKue)

Fazit: Ich denke es ist im Sinne aller Schüler und Lehrer, dass mehr solcher Bücher den Weg in den Unterricht finden. Zudem beschäftigt sich dieses Buch explizit mit einem Thema, welches aktueller ist denn je. Denn wer weiß schon, wer beispielsweise noch alles diesen Blogeintrag zeitgleich mitliest?...

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