Schulbücher können auch spannend sein
Hallo zusammen,
nach einer kurzen Auszeit melde ich mich mal wieder mit einem Aufruf an alle Deutschlehrerinnen und -lehrer. Ich glaube gerade in der Schulzeit wird den meisten Schülerinnen und Schüler die Lust am Lesen - die Begeisterung am Buch genommen. Der die Dieb dieser Leselust ist schnell gefunden, es sind die langweiligen und teilweise antiquierten Schulpflichtlektüren.
Doch es geht auch anderst. In der 10. Klasse konfrontierte mich mein damaliger Deutschlehrer mit einem Buch namens Version 5 Punkt 12. Reinhold Ziegler zeichnet sich für diesen Roman, manche bezeichnen es auch als Thriller, verantwortlich.

Dass Reinhold Ziegler, der studierte Maschinenbau-Ingenieur, ein recht guter Schriftsteller sein muss, zeigen seine zahlreichen Auszeichnungen. Seine Bücher erhielten u.a. den Preis der Leseratten, Hans-im-Glück-Preis, Peter-Härtling-Preis u.v.m.). Für sein Gesamtwerk wurde er außerdem mit dem Förderpreis für junge Schriftsteller des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultur ausgezeichnet.
Vom Autor zum eigentlichen Kernstück des Blogeintrages: Dem Buch Version 5 Punkt 12. Dieser Roman handelt von einer düsteren Zukunftsvision, in der der Computer alle Macht über die Menschen hat. Die Geschichte spielt in der Nähe von Berlin im Jahr 2000.
Der junge Tubor Both zieht im Alter von 15 Jahren bei seiner Mutter aus und geht zu seinem Onkel nach München. Dort studiert er Architektur und lernt die Irin Nuala kennen, mit der er sieben Jahre zusammen ist. Als er aber aufgrund einer Wirtschaftskrise zunehmend Probleme mit seinem Beruf bekommt, zieht er in eine neue Wohngegend in der Nähe von Berlin, Wohnwiesen. Nuala will ihn aber dorthin nicht begleiten, sie trennen sich. Tubor lebt nun in Wohnwiesen und arbeitet im DaZe, dem Datenzentrum. In Wohnwiesen lebt auch Sara, eine alte Bekannte, mit der er ab und zu in Kontakt tritt und sie auch Zuhause besucht. Sein Leben in Wohnwiesen ist eigentlich ziemlich eintönig. Tubor trifft sich ab und zu mit Sara und ihrem Ehemann, arbeitet im DaZe und trinkt Portwein. Deshalb macht er auch bei einem Partnersuchprogramm mit, um eine neue Partnerin zu finden. Der Computer spuckt eine alte Frau namens Chris mit 68 Jahren aus, die er dann auch besucht. In Chris findet Tubor eine bekannte und Freundin, die ihn über die Situation in Wohnwiesen aufklärt, dass der Computer die Macht über alles besitzt und alles kontrolliert. Gemeinsam beschließen sie, diesen Computer zu zerstören und dem Terror ein Ende zu setzen, was dann auch gelingt.
Nach der Zerstörung fliehen Tubor und Chris, getarnt als Mutter und Sohn, nach Irland zu Nuala, die in der Zwischenzeit dorthin zurückgekehrt ist. Nach ein paar Jahren wird Tubor aber trotzdem geschnappt und für seine damalige Straftat zur Verantwortung gezogen.
Die abschließende Beurteilung des Buches überlasse ich gerne dem User GeKue von lovelybooks.de. Nicht etwa weil ich zu faul bin selbst dieses Buch zusammenzufassen, sondern weil es schwer ist diese Zusammenfassung zu toppen. Kurz, prägnant und absolut meiner Meinung entsprechend.
Ein geniales Buch, das ich in einer Reihe mit Aldous Houxleys "Brave New World" nennen möchte. Es zeigt beeindruckend die Möglichkeiten, die sich uns heute schon bieten, einen Überwachungsstaat und gläsernen Menschen herzustellen...alles in eine leicht gängige Geschichte verpackt. Kein "harter Tobak" oder schwere Kost - schlicht und ergreifend. Genial. (von GeKue)
Fazit: Ich denke es ist im Sinne aller Schüler und Lehrer, dass mehr solcher Bücher den Weg in den Unterricht finden. Zudem beschäftigt sich dieses Buch explizit mit einem Thema, welches aktueller ist denn je. Denn wer weiß schon, wer beispielsweise noch alles diesen Blogeintrag zeitgleich mitliest?...
nach einer kurzen Auszeit melde ich mich mal wieder mit einem Aufruf an alle Deutschlehrerinnen und -lehrer. Ich glaube gerade in der Schulzeit wird den meisten Schülerinnen und Schüler die Lust am Lesen - die Begeisterung am Buch genommen. Der die Dieb dieser Leselust ist schnell gefunden, es sind die langweiligen und teilweise antiquierten Schulpflichtlektüren.
Doch es geht auch anderst. In der 10. Klasse konfrontierte mich mein damaliger Deutschlehrer mit einem Buch namens Version 5 Punkt 12. Reinhold Ziegler zeichnet sich für diesen Roman, manche bezeichnen es auch als Thriller, verantwortlich.

Dass Reinhold Ziegler, der studierte Maschinenbau-Ingenieur, ein recht guter Schriftsteller sein muss, zeigen seine zahlreichen Auszeichnungen. Seine Bücher erhielten u.a. den Preis der Leseratten, Hans-im-Glück-Preis, Peter-Härtling-Preis u.v.m.). Für sein Gesamtwerk wurde er außerdem mit dem Förderpreis für junge Schriftsteller des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultur ausgezeichnet.

Vom Autor zum eigentlichen Kernstück des Blogeintrages: Dem Buch Version 5 Punkt 12. Dieser Roman handelt von einer düsteren Zukunftsvision, in der der Computer alle Macht über die Menschen hat. Die Geschichte spielt in der Nähe von Berlin im Jahr 2000.
Der junge Tubor Both zieht im Alter von 15 Jahren bei seiner Mutter aus und geht zu seinem Onkel nach München. Dort studiert er Architektur und lernt die Irin Nuala kennen, mit der er sieben Jahre zusammen ist. Als er aber aufgrund einer Wirtschaftskrise zunehmend Probleme mit seinem Beruf bekommt, zieht er in eine neue Wohngegend in der Nähe von Berlin, Wohnwiesen. Nuala will ihn aber dorthin nicht begleiten, sie trennen sich. Tubor lebt nun in Wohnwiesen und arbeitet im DaZe, dem Datenzentrum. In Wohnwiesen lebt auch Sara, eine alte Bekannte, mit der er ab und zu in Kontakt tritt und sie auch Zuhause besucht. Sein Leben in Wohnwiesen ist eigentlich ziemlich eintönig. Tubor trifft sich ab und zu mit Sara und ihrem Ehemann, arbeitet im DaZe und trinkt Portwein. Deshalb macht er auch bei einem Partnersuchprogramm mit, um eine neue Partnerin zu finden. Der Computer spuckt eine alte Frau namens Chris mit 68 Jahren aus, die er dann auch besucht. In Chris findet Tubor eine bekannte und Freundin, die ihn über die Situation in Wohnwiesen aufklärt, dass der Computer die Macht über alles besitzt und alles kontrolliert. Gemeinsam beschließen sie, diesen Computer zu zerstören und dem Terror ein Ende zu setzen, was dann auch gelingt.
Nach der Zerstörung fliehen Tubor und Chris, getarnt als Mutter und Sohn, nach Irland zu Nuala, die in der Zwischenzeit dorthin zurückgekehrt ist. Nach ein paar Jahren wird Tubor aber trotzdem geschnappt und für seine damalige Straftat zur Verantwortung gezogen.
Die abschließende Beurteilung des Buches überlasse ich gerne dem User GeKue von lovelybooks.de. Nicht etwa weil ich zu faul bin selbst dieses Buch zusammenzufassen, sondern weil es schwer ist diese Zusammenfassung zu toppen. Kurz, prägnant und absolut meiner Meinung entsprechend.
Ein geniales Buch, das ich in einer Reihe mit Aldous Houxleys "Brave New World" nennen möchte. Es zeigt beeindruckend die Möglichkeiten, die sich uns heute schon bieten, einen Überwachungsstaat und gläsernen Menschen herzustellen...alles in eine leicht gängige Geschichte verpackt. Kein "harter Tobak" oder schwere Kost - schlicht und ergreifend. Genial. (von GeKue)
Fazit: Ich denke es ist im Sinne aller Schüler und Lehrer, dass mehr solcher Bücher den Weg in den Unterricht finden. Zudem beschäftigt sich dieses Buch explizit mit einem Thema, welches aktueller ist denn je. Denn wer weiß schon, wer beispielsweise noch alles diesen Blogeintrag zeitgleich mitliest?...
ReiseZumBuch - 20. Jul, 20:02
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